Das Bodengutachten

Zwischenzeitlich ist auch das Bodengutachten bei uns eingetroffen. Zuallererst ist uns die professionelle Präsentation des Bodengutachtens aufgefallen. Die Blätter sind gebunden und es ist übersichtlich und verständlich aufgebaut. Da hat man doch glatt das Gefühl, dass die 745€ gut investiert waren.

Zwei Dinge haben uns allerdings gar nicht gefallen:

... zum einen können wir den Aushub wahrscheinlich nicht mehr zum Verfüllen verwenden. So dass wir nicht nur das gesamte Aushubmaterial abtransportieren lassen müssen, sondern noch zusätzlich Sand/Kies zum Verfüllen der Baugrube zukaufen müssen.
... zum anderen gibt es auf dem Grundstück aufstauendes Sickerwasser, was bedeutet, dass wir den Keller nach der DIN 18195/6 abdichten müssen.

Beides verursacht nicht unerhebliche Mehrkosten - mal schauen.

Kommentare:

  1. Hallo Enrico,
    bei uns stand genau dasselbe im Bodengutachten. Ich kann nur sagen, was das bei uns bedeutete.
    Zur Verbesserung der Tragfähigkeit des Bodens musste unter der Bodenplatte 30 cm Bodenaustausch
    gemacht werden. Jetzt liegen dort ca. 70 Tonnen Betonrecycling. Praktischerweise hatten wir unsere Baugrube von einem Recyclingunternehmen machen lassen,so das die ihr eigenes Material verwenden konnten (ca.1200€ plus Mehrkosten für den zusätzlichen Aushub und Entsorgung).
    Erstellung der Bodenplatte nach Rißverminderungsverordnung und die Abdichtung gegen drückendes Wasser mittels doppelter Dickschichtbitumenabdichtung mit Gewebeeinlage ca.8500€. 100 m³Füllkies incl.Einbringung ca. 3000€. Damit die Bitumenschicht beim Verfüllen nicht beschädigt wird muß eine Noppenbahn bzw. Perimeterdämmung angebracht werden. Ich habe mich für die Perimeterdämmung entschieden ca.3000€.
    Da der Keller nun nach außen dicht sein muß, bedeutete dies für uns, dass die Versorger über eine Mehrsparteneinführung ins Haus gebracht werden mussten (ansonsten bekommt ihr den Schweizer Käse nie dicht). Unser Gasversorger akzeptierte eine MSH von Hauff. Um die DIN zu erfüllen mit einem Fest-Lose Flansch zum Schnäppchenpreis von ca. 1100€.Da der Keller schon produziert war habe ich eine 200mm Kernbohrung machen müssen (Gerät und Krone bei Obi geliehen)56€ und 2 Stunden Arbeit. Warscheinlich ist die Kernbohrung die bessere Wahl, da die MSH absolut dicht sein muß.
    Nun mal was Positives.
    Wir haben 150€ Rabatt vom Gasversorger bekommen (wg. MSH) und wir brauchten kein Drainage mehr einzubauen.
    Ach ja. der Anruf von ProHaus kam erst, als der Statiker mit seiner Arbeit begann. Also habt ihr genug Zeit den Schock zu verdauen.
    LG Uwe und Katrin

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  2. Ups, das macht mich jetzt ein wenig nachdenklich ...
    Allerdings haben Tanjas Eltern in 100m Entfernung ihren Keller in den 80igern gemauert ohne besondere Maßnahmen und der ist trocken, genau wie bei der gesamten Nachbarschaft.
    Eine Bitumendickbeschichtung + 12cm Perimeterdämmung + Noppenbahn habe ich sowieso geplant. Deshalb habe ich noch die Hoffnung, dass sich das ganze im Rahmen hält.

    Was für ein Haus habt ihr beiden denn mit ProHaus gebaut?

    LG Enrico

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  3. Hallo Enrico,
    das ist wie in der Schule. Alle anderen haben auch Fünfen geschrieben und ich war der einzige der sitzengeblieben ist.Bei unseren Nachbarn wurde bei 80cm Wasser gefunden, bei uns bei 230cm. Das Bodengutachten (bei uns Fa.Clayton) ist nun mal die Grundlage für die statische Berechnung und für die Durchsetzung evtl. Gewährleistungsansprüche.
    Wir haben ein Pro Family 134 Top (war ein Jubiläumsangebot in 2009) mit mittlerer Dreiecksgaube, 18 cm Schornstein und abgeschleppten Vordach, Putzfassade, Dachziegel aus Ton (anthrazit) sowie Betonfertigteilkeller (Höhe 225cm) von Gussek und Wolts.
    Baubeginn war November 2009, das Haus wurde in der dritten Dezemberwoche gestellt.
    Allerdings muss ich auch nebenbei das Geld für das Haus verdienen, so dass der Innenausbau im Moment eher schleppend vorankommt.
    Viele Grüße Uwe

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  4. Da habt ihr Euch wirklich für ein schönes Haus entschieden ;) aber so richtig glücklich klingst Du nicht. Woran liegst?

    Grüße Enrico

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  5. Hallo Enrico,

    wir verfolgen euer Bautagebuch schon seit Längerem! Schickes Häuschen habt ihr da geplant.
    Wegen dem Aushub, bei uns hat der Kellerbauer auch gesagt, dass wir den Aushub nicht mehr verwenden können. Erkundigt euch doch erstmal beim örtlichen Erdbauer, was er dazu sagt, er kennt die örtlichen/regionalen Beschaffenheiten besser und kann euch sicher einen guten Rat geben. So war es zumindest bei uns. Haben den Keller mit einer Dickbeschichtung versehen ca. 600 € (was aber bei uns nicht zwingend notwendig war), Noppenbahn ca. 150 €, Perimenterdämmung ca. 1400 € und Drainage ca. 150 € verlegt. Zum Wiederverfüllen haben wir den Aushub (mit Kies als wasserleitende Schicht an den Noppenbahn) wiederverwendet. Haben alles in Eigenleistung ausgeführt (ca. 1 Woche Arbeit).

    Wünschen euch noch viel Spaß bei eurem Häusle, wir werden es weiterverfolgen!

    Liebe Grüße

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  6. langsam wird´s Chat,
    Eigenleistung und Geld sparen ist völlig ok.
    aber wenn es zu Streitigkeiten vor Gericht kommt ist der "Geotechnische Bericht" die Bibel auf die geschwört werden muß.
    Auszug aus meinem:
    ... eine bautechnische Verwendung von bindigen Massen... darf nicht erfolgen; ... vernässtes oder bindiges Material darf grundsätzlich nicht wieder eingebaut werden... ; ... Verfüllung ... hat mit Material der Verdichtbarkeitsklasse V1 nach ZTVA-StB 97/06 ....lagenweise verdichtet...nicht mehr als 30cm...zu erfolgen;...die Erdbauarbeiten sind durch einen qualifizierten Fachbaubetrieb... durchzuführen. Auch wurde ausdrücklich auf die Einhaltung der DIN 18195-6 in Bezug auf die Abdichtung mit dem Hinweis auf massive Bauwerksschäden hingewiesen.
    (bei Bedarf stelle ich ihn gern als pdf Datei zur Verfügung).
    meine private, subjektive Meinung (worst case)dazu ist: solange alles i.O. ist -kein Problem-, wenn nicht und gegen die Empfehlungen des geotechnischen Berichtes gebaut wurde, dann ist jegliche Garantie über Dichtigkeit und Statik hinfällig. Schmeisst ein Streichholz rein und hofft das die Versicherung bezahlt.....upps das habe ich jetzt nicht gesagt!
    ps. langsam überlege ich mir ein eigenes Tagebuch zu erstellen.Aber trotzdem möchte ich euch Mut machen. Bis jetzt habe ich noch nichts Negatives über ProHaus zu berichten.
    Gruß Uwe

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  7. @Robert
    Danke für die aufmunternden Worte :) so ungefähr hatte ich mir das auch vorgestellt.
    Mal schauen wie das die Kellerbauer von Gussek&Wolts sehen ...

    @Uwe
    Die Idee mit dem eigenen Blog solltest du vielleicht weiter verfolgen. Was du so zu sagen hast, hat Hand und Fuß und wäre eine Bereicherung für unsere kleine ProHaus-Baubloggemeinde ;)

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