Sockel Perimeterdämmung - Dörken Delta Terraxx Profil

Fortsetzung ...

Jede Perimeter - bzw. Haussockeldämmung benötigt einen Abschluss. Bei einem verputzten Haus ist das ziemlich einfach. Meist wird hier eine Putz- bzw. Abschlussleiste gesetzt und der Sockelputz schließt nahtlos an den Putz der Hausfassade an.

Bei einem verklinkerten Haus gestaltet sich das ganze etwas anders. Die Kellerdecke ragt deutlich über die Fassade des Hauses heraus, da diese später als Untergrund für die zu erstellende Klinkerverblendung dient.


Wird nun die Perimeterdämmung des Keller bis zum Abschluss des Haussockels erweitert, dann schließt die Dämmung nicht bündig mit der Außenfassade ab - es wird ein Abschlussprofil benötigt. Soweit die Theorie ...

Dörken bietet mit dem 'Dörken Delta Terraxx Profil' ein Abschlussprofil an, welches genau auf diese Anforderungen abgestimmt scheint. Leider gibt es zu diesem Thema noch nicht viele Informationen im Netz, weshalb ich meine persönlichen Erfahrungen hier weitergeben möchte.

Für das Delta Terraxx Profil gibt es weder eine Installationsanleitung noch sonstiges Zubehör wie zum Beispiel Befestigungsmaterial oder End-, Eck- bzw. Verbindungsstücke.




Deshalb ist hier etwas Improvisation notwendig. Für die Befestigung des Profils habe ich pulverbeschichtete Spenglerschrauben verwendet. Der Abschluss zwischen Profil und Klinkerfassade sollte mit geeigneten Silikon ausgespritzt werden. Auch die Übergänge zwischen den einzelnen Profilen wollte ich mit Silikon abdichten. Dazu ist es aber nicht mehr gekommen ...






Da das Profil aus Kunststoff besteht, besitzt es nicht die notwendige Steifigkeit, so dass das Material sich immer den Gegebenheiten des Untergrundes angleicht, anstatt diesen sauber und glatt abzuschließen. Die Biegefalze neigen bei der geringsten Belastung zum reißen.
Die Übergänge zwischen den Profilen lassen sich leider nicht mit Silikon kleben, da Silikon auf dem speziellen Kunststoff nicht haftet und wie die Ecken dauerhaft und sauber erstellt werden sollen hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen.
Aus diesem Grund haben wir die Installation mitten in den Arbeiten abgebrochen. Die Idee hinter dem Produkt ist nicht schlecht, allerdings hat Dörken diese lieblos umgesetzt.

Schade um die vielen investierten Arbeitsstunden.

Im Frühjahr werden wir den Abschluss der Sockeldämmung neu anlegen. Diesmal verwenden wir Material aus Weißblech, wie es auch im Fensterbau eingesetzt wird. Dafür ist dann auch sämtliches erforderliches Zubehör erhältlich. ProHaus verwendet eine ähnliche Lösung am Übergang des Trauferkers zur Sockeldämmung.

Kommentare:

  1. Um die Profile an der Kelleraussenwand zu befestigen einfach die Dörken Delta Geo-Drain Clip benutzen.
    2 Minuten Zeit und Google hat mir geholfen.

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    1. Ich weiß nicht genau, ob du den Beitrag verstanden hast. Ich fürchte da kann dir selbst Google nicht helfen ... ; )

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    2. Okay sorry, du hast/hattest Recht. Es ist doch nicht ganz so einfach. Das haben wir nun am Wochenende auch bemerkt.

      Die Geo Drain Clips ergeben nun für mich gar keinen Sinn mehr, da die Noppenbahn ja höher als die Perimeterdämmung sein sollte.

      Auch das Profil ist total daneben. Es lässt sich nur sehr schwer biegen, da es sehr labil ist.

      Wieder ein paar Euro in den Sand gesetzt...

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    3. Schade, das hättet ihr Euch sparen können - genau dafür hatte ich den Beitrag eigentlich geschrieben ...

      Wir haben die Abdeckung zwischenzeitlich mit Weißblech umgesetzt. Werde 'demnächst' mal was drüber schreiben. Wenn du vorher Infos möchtest, schreib mir ne Mail.

      Grüße

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  2. Was schon mal auffällt ist, dass das Profil falsch herum angeschraubt wurde. Ist ja auch sinnfrei das am Wandanschluss die obere Kante wieder von der Wand geht oder? Ich kann zum abdichten und verkleben der Profile untereinander Bitumenkleber empfehlen, gibt es in Kartuschen wie Silikon. Richtig rum angeschraubt brechen die knickkanten auch nicht mehr.

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    1. Das kann sogar stimmen, da die Vorgaben des Herstellers zum Einbau aus ganzen 2 Sätzen bestehen. Aus meiner Sicht machte es eben keinen Sinn, das Profil Richtung Wand zu montieren, da das Kunststoffprofil dann nicht bündig anliegt und im Bereich der Verschraubung gequetscht wird. Ich hatte geplant, die entstehende Fuge auszuspritzen und so eine Dichtigkeit zum Mauerwerk herzustellen.

      Der Tipp mit dem Bitumen ist nicht schlecht, wenn auch nur halb durchdacht. Auch damit ist aus meiner Sicht die Umsetzung einer optisch ansprechenden und dauerhaft haltbaren Eckverbindung nicht möglich.

      Aber im Endeffekt ändert das nicht an den grundlegenden Problemen:
      - dem Profil fehlt die notwendige Steifigkeit, um optisch einen sauberen Abschluss zu gewährleisten
      - es gibt keine Lösungen für Übergänge, Ecken etc.
      - das Profil 'flattert' bei jedem kleineren Herbststurm was zu Beschädigungen (Falz reißt) führt
      - das Profil hat sich auf der Sonnenseite des Hauses verzogen (gewellt) und verfärbt
      - usw.

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    2. Hallo, wie sieht es denn jetzt aus? Ich stehe vor dem Problem das ich den Übergang neu machen muss , denn aktuell ist die Dämmung nur bis in der Erde und ich möchte die neue Dämmung hochziehen bis zum Klinker. Aber wie den Übergang richtig machen :-)

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